In jeder Rock*n Grow Runde gibt es einen Moment, in dem mir klar wird, warum ich dieses Format mache.
Jede Frau bekommt drei Minuten, um sich der Gruppe zu zeigen, ohne Titel, ohne Rolle. Nur sie selbst. Dann kommt das Feedback der anderen Frauen, und meins. Und in jeder Runde wiederholt sich dasselbe Muster. Die eine pitcht so perfekt vorbereitet, dass man darüber fast vergisst, sie selbst zu sehen. Eine andere erklärt, warum sie nicht im Mittelpunkt stehen will, während alles an ihr erzählt: Seht mich. Eine Dritte zeigt nach außen eine Souveränität, hinter der ich eine Verletzlichkeit sehe, die im Alltag niemand mehr adressiert. Und keine dieser Frauen sieht sich selbst so, wie ich sie sehe. Das ist der Grund, warum sie da sind.
Diese Frauen kämpfen jeden Tag. Für ihre Teams, ihre Mitarbeitenden, ihre Projekte. Sie stehen für andere ein, halten Räume offen, tragen Verantwortung weit über ihr Mandat hinaus. Nur für sich selbst kämpfen sie nicht. Im Gegenteil, sie nehmen sich permanent zurück, relativieren ihren eigenen Anspruch, stehen am Rand des Lichts, statt hineinzutreten. Rock*n Grow ist der Raum, in dem das sichtbar wird und sich verändern darf.
Was in diesem Raum passiert: Die Frauen erkennen das Muster, das sie selbst nicht mehr sehen konnten. Sie fangen an, sich ernst zu nehmen, nicht weil ihnen jemand sagt sie sollen, sondern weil sie sich in den anderen wiedererkennen und plötzlich spüren, was sie selbst schon so lange ignoriert haben. Sie definieren, was sie wirklich wollen, nicht was von ihnen erwartet wird. Und sie treffen Entscheidungen, die auf ihre eigene Version von sich einzahlen, nicht auf die Erwartungen anderer.
Was ich in dieser Arbeit tue
Ich sehe, was andere nicht sehen und was die Frauen selbst oft nicht sehen wollen. Ich spreche das aus, auch wenn es ungelegen kommt. Gerade dann.
Ich committe mich, unbequem zu sein. Ich bin nicht hier, um zu bestätigen, wie toll alle sind. Ich bin hier, um die Sätze zu sagen, die niemand sonst sagt, und die im richtigen Moment einen Unterschied machen.
Ich schaffe den Raum, in dem Frauen das von anderen Frauen bekommen, was sie sonst nirgends bekommen. Ehrlichkeit ohne Agenda, Spiegelung ohne Konkurrenz, und die Erfahrung, dass sie nicht alleine sind mit dem, womit sie kämpfen.
Zum Rahmen von Rock*n Grow
Rock*n Grow ist ein Gruppenformat exklusiv für Frauen in Führung. Kleine Runden, fünf Sessions über mehrere Monate, Co-Coachinnen zu ausgewählten Themen. Kein Workshop, kein Training, keine Inhalte zum Mitschreiben. Ein Raum, in dem Executive-Frauen einander sehen, spiegeln und stärken, und in dem sie die Impulse bekommen, die sie brauchen, um ihr nächstes Level wirklich zu erreichen. Ich arbeite als systemischer Coach, IOBC-zertifiziert, und wechsle in Rock*n Grow dort ins direkte Feedback, wo es den Frauen mehr dient als eine weitere Frage.